Ein Obst- und Gartenbauverein hat natürlich immer bestimmte Schwerpunkte und unserer liegt ganz offensichtlich auf Obstbäumen.
Aber…..
Im zweiten Teil des Begriffes liegt ja auch Gartenbau und was gibt es besseres als einen naturnahen Garten? Und was findet man da idealerweise? Wild- oder Beikräuter (von dem einen oder anderen auch mal flapsig als Unkraut tituliert). Um diese Gewächse besser kennenzulernen, haben wir uns mit Sibylle Hasler von der Kräuter- und Naturschule in Kelkheim professionelle Unterstützung geholt.
Ende Mai war es dann soweit und erst dachten wir, dass das Wetter uns einen dicken Strich durch die Rechnung macht. Aber glücklicherweise war um kurz nach 11:00 Uhr dann fast nur Sonnenschein über dem Rettershof.

Sibylle hat uns dann erstmal alle auf den Rundgang eingestimmt und ein wenig über ihre viele Jahre dauernde Ausbildung und praktische Erfahrung erzählt. Dann ging es unterhalb des Schlosshotels auf der ersten schon gemähten Wiese auch schon los und wir konnten erstmal staunen, wieviel interessante Pflanzen sich auf nur wenigen Quadratmetern finden lassen:
Löwenzahn, Spitz- und Breitwegerich, Brennnessel, Labkraut, Erdbeerklee und Gänseblümchen waren recht schnell gefunden. Sibylle nahm uns dann mit auf eine Reise, wofür man diese Kräuter nutzen kann und was sie laut historischen Quellen so an gesundheitsunterstützenden Eigenschaften nachgesagt bekommen. Viele Aromen liegen auch in den Kräutern und oft findet man Nuancen, die man sonst nur bei mehr oder weniger exotischen Produkten zu finden glaubt.
So wurden es sehr kurzweilige zwei Stunden des Spazierens, mit Ausflügen zu Holunder und verschiedenen Nüssen und was man damit Schönes anstellen kann.


Am Kelterhaus wieder angekommen haben wir dann mit den gesammelten Kräuter Frischkäse und Quark zu echten Köstlichkeiten verarbeitet. Die zweite Hälfte der Gruppe konnte mit Kräutern, Salz und fleißigen Muskeln ein hervorragendes Kräutersalz herstellen und so noch ein kleines Andenken mit Nachhause nehmen. Am Ende waren sich die Teilnehmer einig – dies soll nicht das letzte Event dieser Art geblieben sein.
